Viele Texte auf dieser Seite wurden dem Informationsblatt »Geschichte, Herkunft und Ziele des ›Luftbad Waldwiese‹« (2003) und der Dokumentation des Naturheilvereins Kassel 1891 e.V. über das
Luftbad Waldwiese (2002) entnommen.*1

Diese Seite dient auch als Vereins-Website.
Stand: 13.02.2017


Das Vereins-Emblem aus dem Schattenfries »Per Aspera ad Astra« von Karl Wilhelm Diefenbach, 1888.*6

Nachweise
*1 Ingmar Willkomm: Dokumentation des Naturheilvereins Kassel 1891 e.V.: Das Luftbad Waldwiese im Habichtswald, Kassel 2002. Zu Ingmar Willkomm siehe weiter unten in dieser Spalte.
*2 Foto: Ulrich Kleine-Hering, Wonsheim
*3 Sammlung Feyll/Forssman
*4 Motivschmiede, Kassel (www.Motivschmiede.de): Bilder aus dem Habichtswald von der CD »1000 Impressionen - Bad Wilhelmshöhe und Habichtswald«
*5 Privatarchiv Frau Rosa Haus, Kassel
*6 Aus: Kai Buchholz (Hg.): Die Lebensreform, Entwürfe zur Neugestaltung von Leben und Kunst um 1900, Institut Mathildenhöhe Darmstadt 2001
*7 Privatarchiv Gucek, Kassel

Inhalt der
Wilhelmshöhe-Website


• Startseite
Dia-Schau (60 Bilder)
»Chinesisches Dorf«
Villenkolonie
Kurort Wilhelmshöhe
Persönlichkeiten
Wilhelmshöhe, Umgebung
Die Herkulesbahn
Luftbad Waldwiese

Luftbad Waldwiese e.V.

Das Luftbad Waldwiese liegt oberhalb des Blauen Sees und somit unfern der Künstler-Nekropole im Kasseler Habichtswald. Von der Endhaltestelle der Linie 8, »Hessenschanze«, sind es etwa 30 Minuten Fußweg.

Inhalt dieser Seite
Überblick
Der Verein
Veranstaltungen des Vereins
Geschichte und Gegenwart
Gestaltungssatzung (Entwurf)
Die Waldwiese - Gedicht von Ingmar Willkomm
Ein Brief aus Darmstadt
Ein Brief aus München
Ein Brief aus Kaiserslautern
Ökologische Bedeutung des Luftbades Waldwiese
Wiesenkräuter auf der Hühnerbergwiese
Links



* * *

Veranstaltungen 2017

Sehr geehrte Interessierte am Verein Luftbad Waldwiese e.V.,

hiermit möchten wir Sie herzlich zu unserer ersten Öffentlichkeitsveranstaltung im neuen Jahr einladen:

»Märchen auf den Hütten« am Samstag, 18.02.2017 in der Zeit von 15 bis 17 Uhr.

Hier finden Sie ein Einladungs-PDF mit detailliertem Programm.

Wir würden uns freuen, Sie auf der schönen Waldwiese und in den gemütlich warmen Hütten begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

für den Verein
Julia Zimmermann

* * *

Veranstaltungen 2016

2. Januar 2016:

Märchen im Wald, bei Kerzenschein.

Das Luftbad Waldwiese e.V. lud zu jährlichen Märchenveranstaltung »Hüttenzauber« ein, und die war wieder ganz nach dem Geschmack von Märchenfreunden, die das authentische Erleben bevorzugen. Schon auf dem Weg zu den Hütten konnten die Teilnehmer ein Märchenquiz lösen.

In Kostümen wurde das Märchen »Rotkäppchen« von einer Familie aufgeführt. Die Besucher konnten in der Hütte oder durch das Fenster dem Geschehen zusehen. Der Wolf überzeugte besonders durch sein herzerfrischendes Schnarchen, als er die Großmutter verdauen wollte. Was gibt es im »Neuen Jahr« besseres, als Großmutter von einem Wolf gefressen zu werden und völlig runderneuert aus ihm heraus zuspringen, samt seinem geliebten Enkelkind? Außerdem sahen die Besucher ein Märchen mit einem besonderen Eselein, das mit Stehpuppen vorgeführt wurde. In der Hütte gab es dazu einen wunderbaren, warmen Kerzenschein. Die selbst hergestellten Figuren, der Bühnenaufbau waren wirklich zauberhaft. Suse Mumm hatte sich wieder ganz auf Frau Holle eingestimmt, sodaß sich für größere Kinder und Erwachsene gleichermaßen unfehlbar das große Staunen darüber einstellte, welche geheimnisvolle Reichweite für diese Holle-Gestalt bestätigt wird, wenn wir über das eine Grimm-Märchen hinausgehen. Man konnte auch dem Märchen Rapunzel lauschen und dabei malen.

Die Gäste wurden mit heißen Getränken und selbstgebackenen Plätzchen verwöhnt. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, die mit einem Spaziergang durch den mit Schnee bedeckten Wald endete.

* * *

Veranstaltungen 2015

So. 12.04.2015
Start um 10:30 Uhr am Parkplatz Bergfreiheit
Herr Herbert Teubert com NABU führt die eineinhalbstündige Vogelkunde-Wanderung zum Vereinsgelände. Wir suchen noch Mitglieder, die Getränke und eine kleine Sträkung für die Gäste vorbereiten.

23.-25.05.2015
Pfingsttreffen für Familien und Freunde.

13.06.2015
Tag der offenen Hütten.

11.07.2015
Erlebnispädagogik (CVJM) – Weiterbildung

12.07.2015
Kräuterwanderung zu den Hütten mit Susanne Raehse

02.01.2016
Märchenveranstaltung mit Susanne Mumm, Claudia Helwig, Kathrin Stein

Termine für Arbeitseinsätze:
Die Samstage 11.04.2015 und 18.04.2015 und 25.04.2015 werden für Arbeitseinsätze festgelegt. Kernzeit jeweils 10 bis 16 Uhr.

* * *

Öffentlichkeitsarbeit und Aktivitäten
Luftbad Waldwiese 2014

Am 5.7. hatten wir unser großes Sommerfest.

Der Kneippverein bot eine Wanderung (ca. 11 km) an, die über den Essigberg ging und am Vereinsgelände endete, Frau Dr. Susanne Raehse eine Kräuterwanderung. Auf dem Vereinsgelände fand das gemütliche Zusammensein statt; weitere Programmpunkte waren Bogenschießen und Geomantisches Yoga.

* * *

Insgesamt hat sich unser Verein verjüngt. 16 Jugendliche und Kinder im Alter zwischen 2 und 15 Jahren springen fröhlich auf der Waldwiese herum. Auch bei den Teilnehmern der Erlebnispädagogen besteht ein überwiegender Teil aus jungen Erwachsenen. Also insgesamt eine erfreuliche Entwicklung, für so einen kleinen Verein, der nun auch für zukünftige Generationen die Liebe zur Natur weitergeben kann.

»Die Dinge die wir wirklich wissen, sind nicht die Dinge, die wir gehört oder gelesen haben, vielmehr sind es die Dinge, die wir gelebt, erfahren und empfunden haben.«
Calvin M. Woodwards

* * *

Öffentlichkeitsarbeit und Aktivitäten
Luftbad Waldwiese 2013

Am 2.5. fand eine Geländeführung statt, in Kooperation mit der evangelischen Familienbildungstätte »Katharina-von-Bora-Haus«. Die Gruppe konnte sich über die Geschichte des Vereins informieren und verschiedene Hütten von innen sehen.

Am 23.6. hatten wir unser großes Sommerfest mit vielen begeisteten Teilnehmern: Tag der offenen Hütten. Ein ausführlicher Bericht erschien in der HNA.

Vom 13.7 bis 20.7. hat unser Kooperationspartner und Fördermitglied, das Institut für Erlebnispädagogik, eine Weiterbildung mit rund 50 Teilnehmern auf unserem Gelände angeboten. Diese Weiterbildung richtet sich an Interessierte, die sich auf dem Feld der Erlebnispädagogik qualifizieren wollen. Freude am Unterwegssein in der Natur und pädagogische Arbeit mit Menschen gehören u.a. zu den Zielen dieser Weiterbildung. Weiterreichende Informationen erhalten sie über www.institut-ep.de. Herr König, der Revierförster, wurde in die Planung einbezogen und hat die Veranstaltung begrüßt.

Am 29.8. fand eine weitere Geländeführung statt, in Kooperation mit der evangelischen Familienbildungstätte »Katharina-von-Bora-Haus«. Die Gruppe wurde über die Biografie und die Gesundheitsreform von Sebastian Kneipp informiert, und im Anschluss fand gleich die Praxis statt – an unserer Wassertretstelle.

Am 28.12. fand wieder unsere Märchenveranstaltung statt, wo wir besonders unsere jüngsten Vereinsmitglieder und Kinder ansprechen konnten.






* * *

Ein netter Artikel auf HNA.de, 27. Juni 2013. Hier klicken.

* * *

Liebe Unterstützer und Förderer!

Seit vielen Jahren führen wir die Traditionen des Naturheilvereins 1891 e.V. fort und vermitteln Naturverbundenheit und Gesundheitsbewusstsein auf unserem Vereinsgelände. Jedes Jahr bemühen wir uns ein kleines Stück Geschichte der Gesundheitsbewegung lebendig werden zu lassen und ich hoffe die künftigen Generationen im Verein tragen dazu bei. Wir werden jedes Jahr besser.

Wir möchten uns natürlich in erster Linie bei Ihnen, unseren lieben Unterstützern, bedanken. Ohne Ihre Unterstützung wären wir nicht da, wo wir heute stehen: ein Verein mit langer Tradition, mit einer Geschichte die seinesgleichen sucht.

Dieses Jahr ist ein Meilenstein für unseren Verein gelungen. Wir haben den Pachtvertrag mit Hessen Forst abgeschlossen und die sozialhistorische Anlage damit vertraglich abgesichert.
Wir hoffen, dass wir Sie in den nächsten Jahren auch weiterhin als Förderer und Unterstützer zum Erhalt des Luftbads Waldwiese begrüßen dürfen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie und Ihre Familie, Freunde und Bekannte uns auf den anstehenden Veranstaltungen besuchen.

Ich möchte Ihnen im Namen des Vereins und künftiger Generationen danken.

Mit freundlichen Grüßen
Eva Spohr
Erste Vorsitzende
Luftbad Waldwiese e.V.




Kinderglück vor einer Luftbad-Hütte.


Das Dach wird kundig von Laub befreit.


20er Jahre: Eine fröhliche Gruppe hat sich um das Gemeinschaftshaus versammelt. In der Gründerphase des Luftbades enthielt die Anlage, die damals noch größer als heute war, noch einige weitere Bauten - z.B. die »Hütte Musch«. Diese wie auch andere sowie die Gemeinschaftshütte gibt es heute nicht mehr.
*1
(Abbildung mit Einwilligung von und Dank an Frau Gucek.
*7)



Luftaufnahme, Sommer 2000. Oben: Süden; links die »untere«, rechts die »obere Wiese«. Rechts unten eine weitere Lichtung, ganz links lag in den 20er Jahren eine ebene Tummel- und Sportwiese, die inzwischen wieder weitgehend zugewachsen ist.
*2


Die meisten Hütten wurden von Industriearbeitern errichtet, was auch durch die Bauart und viele Einzelheiten dokumentiert ist. Hier ein Eigenbau-Schraubenschlüssel, selbstgemacht aus einer Gewindestange, drei Muttern und zwei Werkstücken.
*3

Überblick
(dieser Text folgt in weiten Teilen wörtlich Ingmar Willkomms Dokumentation.*1)

Der Kasseler Naturheilarzt Heinrich Goßmann (siehe das Kapitel »Kurort Wilhelmshöhe« und das Bild weiter unten bei »Geschichte«) wirkte mit der Gründung des »Naturheilvereins Kassel 1891 e.V.« segensreich auf zahlreiche Kasseler Bürger. In der einst idyllischen Innenstadt aus Fachwerkhäusern lebten die Menschen am Ende des 19. Jahrhunderts in beengten und katastrophalen sanitären Verhältnissen. Der Verein gewann bald die sehr hohe Zahl von 2.300 Mitgliedern, die sich wünschten, ein zwar einfaches, aber gesundes Leben führen zu können.

1928 gelang es dem »Naturheilverein Kassel 1891 e.V.« mit Billigung der damaligen Landesregierung und des Forstes, die Hühnerbergwiese im Habichtswald zu pachten. Bürger aus allen Kreisen der Bevölkerung, Henschelmitarbeiter, Geschäftsleute, Polizisten, Lehrer und Professoren schufen hier gemeinsam dieses Ensemble mit ehemals etwa 19 Hütten und einem Schwimmbassin für Ganzkörperanwendungen nach den Vorstellungen der Naturheil- und Reformbewegung.

Damit war man dem Ziel, ein einfaches und gesundes Leben in und mit der Natur zu führen, endlich nahe gekommen. Auf der Hühnerbergwiese sind seitdem die idealen Voraussetzungen gegeben.

Von allen Anlagen des Naturheilvereins Kassel 1891 e.V. blieb durch die Zerstörung Kassels 1943 nur das »Luftbad Waldwiese« übrig.
Dieses Ensemble ist - nicht nur im Hinblick auf Kassel - eines der seltenen noch authentischen und intakten baulichen Zeugnisse der Naturheilbewegung in Deutschland. Eine vergleichbare Anlage von dieser Qualität existiert im gesamten Bundesgebiet nicht mehr. (Siehe die Stellungnahme der »Kulturinstitute der Stadt Darmstadt«, die weiter unten zitiert wird).

Die artenreiche Wiese enthält - bedingt durch die über 70jährige unentgeltliche und sanfte Pflege durch den Verein - seltene Pflanzen wie z.B. das gefleckte Knabenkraut und den Teufelsabbiß, die nur unter bestimmten Bedingungen (Pflegemaßnahmen) wachsen können (siehe die Beiträge weiter unten auf dieser Seite).

Umso wichtiger ist es jetzt, daß die schöne und vorbildlich eingegrünte Anlage in ihrer Gesamtheit erhalten bleibt.




Plan des Luftbades Waldwiese. Oben: Westen.
*1

  (Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)

Eine der authentischen Hütten aus der Gründerzeit des Luftbades, deren Verbleib ohne die Absicherung durch einen Bebauungsplan und die noch ausstehenden Verträge mit dem Forst noch immer ungesichert ist.*2

Weitere Hütten:


*2


*4

Der Verein

Für die heutige Generation des Vereins »Luftbad Waldwiese e.V.« haben die Ziele der Gründergeneration - z.B. das Streben nach Gesundheit und dem einfachen Leben in und mit der Natur - nach wie vor einen hohen Stellenwert. Der Verein bietet auch Veranstaltungen zum Thema Gesundheit und Natur an, die in der Presse bekannt gegeben werden.

Gäste sind willkommen.

Die Ziele Vereins »Luftbad Waldwiese e.V.«:

• Naturnahes Leben praktizieren und weitergeben,
• die großen Traditionen des Naturheilvereins Kassel 1891 e.V.
fortführen und vermitteln,
• die wertvolle, einzigartige Anlage der Waldwiese erhalten,
Kinder und Erwachsene an Natur und Gesundheit heranführen,
• den Naturschutz
, das Wandern und das Streben nach Gesundheit fördern und unterstützen.

Wer den Verein unterstützen möchte, diese wertvolle und in Deutschland einzigartige Anlage für die heutige und nachfolgende Generationen auf Dauer zu erhalten, wende sich an folgende Mitglieder:

1. Vorsitzender:
Eva Spohr

2. Vorsitzende
Ralf Meier-Böke

Dokumentation/Geschichtsforschung:
Ingmar Willkomm

E-Mail-Adresse des Vereins:
evaspohr@googlemail.com

 

Veranstaltungen der vergangenen Jahre (Auswahl)

2012

Am Samstag, den 29.12.2012 14.00 Uhr begann mit Ralf Meier Böke eine schöne Themenwanderung des Vereins „Luftbad Waldwiese e.V.“.

Neben Gitallele und Gesang, kombiniert mit Ratespielen, Gedichten und erbaulichen Vorträgen über international bekannte und örtliche Persönlichkeiten, Lehren der Naturheilkunde und deren praktischen Gewinn für jedermann waren Kurzweil und Wandern gegen den steilen Habichtswald angesagt.

Dabei streiften wir den ehemaligen Mosthof, die Nekropole, unser Luftbad Waldwiese, Elfbuchen und – last noch least – als elfte Heldentat des Herkules – die Äpfel der Hesperiden.
Auch nach Hannes Wader suchten die Menschen ja immer schon nach den Äpfeln der Unsterblichkeit … dabei hat die selbst in der Antike schon gut bekannte Naturheilkunde bereits tausendfach geholfen …

* * *

2011

– Sternwanderung zum Luftbad Waldwiese
– Hüttenzauber zwischen den Jahren

* * *

2010

Sternwanderung zum Luftbad Waldwiese
- Führung über die Künstlernekropole
- Kräuterwanderung


* * *

2009

Sternwanderung zum Luftbad Waldwiese
- Führung über die Künstlernekropole
- Kräuterwanderung
- Wanderung durchs chinesische Dorf Mou-lang



* * *

2008

Müllsammelaktion

Sternwanderung zum Luftbad Waldwiese und Ausstellungseröffnung:
- Führung über die Künstlernekropole
- Kräuterwanderung
- Wanderung vom chinesischen Dorf Mou-lang


* * *

2007

5. Mai: Müll sammeln

7. Juli. bis 9. September: Ausstellung zur Geschichte des Luftbads Waldwiese und zur Lebensreformbewegung

7. Juli: Sternwanderung zum Luftbad Waldwiese und Ausstellungseröffnung:
- Führung über die Künstlernekropole
- Kräuterwanderung
- Wanderung vom chinesischen Dorf Mou-lang

22. Juli: »Die weder selig noch verdammt sein wollen, kommen auf Die Grüne Wiese ... -« Lesung von Friedrich Forssman und Bernd Rauschenbach aus Arno Schmidts »Abend mit Goldrand«. (Veranstaltung in Kooperation mit der CARICATURA)

11. August: »Die Wiese aus kulturhistorischer Sicht - Landschaftsgeschichte und Naturschutz auf der Hühnerbergwiese«
Vortrag und Diskussion mit Günter Boller (Nabu) und Dr. Susanne Raehse

9. September: »Von der Frauenkommune zur Gymnastikschule für Mädchen: Die Schule Schwarzerden in der Rhön«
Vortrag und Gespräch mit Dr. Ortrud Wörner-Heil

* * *

2006

1. April - Müllsammeln und Beseitigen
20. Mai - Kindertag
1. Juli - Sternwanderung
- Führung über die Künstlernekropole
- Gruppe von der Hessenschanze
- Wanderung vom chinesischen Dorf Mou-lang
27. Mai - Kräuterwanderung um den Blauen See

* * *

2005

13. Mai - Vogelwanderung
18. Juni - Kindernachmittag
16. Juli -  Sternwanderung
– Kräuterwanderung
– Künstler-Nekropolen-Wanderung
– Mou-lang (Chinesisches Dorf)

* * *

2004


Waltraud Froese hat vom 15. bis zum 18.07.2004 zu einem Treffen der Gründungsinitiative »KommFrei« auf die Waldwiese eingeladen. Viele Hüttenbesitzer stellten mit Vergnügen ihre Hütten für dieses Projekt alternativen Lebens zur Verfügung – ein schönes Beispiel für die Lebendigkeit des Gründungsgedankens des »Luftbades Waldwiese«. Hier der Bericht einer Teilnehmerin:

KommFrei-Treffen auf der Waldwiese in Kassel
Der Name KommFrei steht ursprünglich für »Kommune Freiburg«. Wir sind eine Gründungsinitiative für ein gemeinschaftliches Wohn-, Arbeits- und Lebensprojekt. Mit Konsensprinzip, gemeinsamer Ökonomie, einem ökologischen Lebensstil und der Entwicklung eines achtsamen Umgangs miteinander suchen wir eine Alternative zu unserer jetzigen Lebenssituation. Unsere Treffen finden etwa monatlich statt. Längst sind wir bei der Suche
nach einem geeigneten Objekt nicht mehr auf den Freiburger Raum beschränkt; so stehen wir z.Zt. in Verhandlungen mit den Besitzern einer ehemaligen Kurklinik im Vogelsberg und könnten uns auch die Gegend um Kassel als interessanten Standort vorstellen. An diesem Wochenende hat Wally uns auf die Waldwiese eingeladen.

Netterweise wurden uns viele Hütten als Schlafgelegenheiten zur Verfügung gestellt. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle noch mal allen HüttenbesitzerInnen!

Außer der Kerngruppe, die aus etwa 10 Menschen besteht, waren auch einige neu interessierte Gäste bei uns. Wasser gab es reichlich - sei es aus der Quelle, im Schwimmbecken oder in Form von Regen am Samstag nachmittag. Wir haben uns miteinander und an diesem besonderen Platz trotzdem sehr wohl gefühlt!

Wer uns näher kennen lernen möchte, kann unter www.kommfrei.de mehr Informationen bekommen bzw. Kontakt zu uns aufnehmen. Wir sind auch dankbar für Hinweise auf größere Objekte in ruhiger Lage oder Bauerwartungsland, das zum Verkauf steht.

* * *

Rückblick auf die Veranstaltungen des Jahres 2004 (Fotos: Wolfgang Wollek)

Zu Gast auf der Waldwiese waren die Naturfreunde Kassel bei der HNA-Sternwanderung zu den Elfbuchen, die etwa 50 Besucher wurden mit Kräuterbrot und Tee bewirtet.


Eine vogelkundliche Wanderung unter Leitung von Herrn Boller, Naturschutzbund Kassel, führte über die Dönche.

Eine vom Verein organisierte Sternwanderung führte über die Künstlernekropole bzw. das Chinesische Dorf Mou-lang und per Kräuterwanderung zur Waldwiese, wo Karl Heinz Will an der Harfe zu hören war und es naturnahe Leckereien gab.


Bertram Weißhaar war zu Gast auf der Waldwiese; es erschien ein Bericht in der HNA, es gab im Anschluß ein Interview auf hr4 mit Weißhaar und unserem 1. Vorsitzenden Sven König (siehe ganz unten auf dieser Seite unter »Links«).

Das KommFrei-Treffen fand im Sommer mit über 30 Leuten statt (siehe den ausführlichen Bericht oben).

Andrea Martha Becker hat inzwischen drei Nekropolenwanderungen durchgeführt und war anschließend mit den Besuchern auf der Waldwiese und zeigte die Anlage.


Es gab, wie jedes Jahr, eine sommerliche Wanderung mit der 4. Grundschulklasse der Eichwald-Schule, es wurde Natur gezeigt, viele Fragen der schüler beantwortet und das Ganzkörper-Anwendungsbecken ausgiebig seiner Bestimmung zugeführt.


Auch eine Kindergartenspielgruppe vom St.-Vincent-Kindergarten war auf der Wiese für einen Kindernachmittag zu Gast.

Das Kasseler (k)-Kulturmagazin berichtete auf einer Doppelseite über die Waldwiese. Ein Link zum PDF des Artikels finden Sie am Ende des nächsten, des Geschichts-Kapitels.

Schließlich gab es zwei äußerst erfolgreiche Müllsammelaktionen, es wurden ca. 4 Kubikmeter Müll auf Kosten des Vereins entsorgt.

  (Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)

»Damen- Luftbad« und »Herren-Luftbad« im Sanatorium von Dr. Goßmann, Kassel-Wilhelmshöhe. Aus einem Prospekt von ca. 1925.
*3

Der für die Wilhelmshöher Kurgeschichte, aber auch weit darüber hinaus bedeutende »Gesundmacher« Heinrich Goßmann war auch Gründungsmitglied des Luftbades Waldwiese. - Das Goßmannsche Sanatorium wurde nach dem 2. Weltkrieg prächtig wiederhergestellt, aber Anfang der 70er Jahre sang- und klanglos abgerissen. Heute fehlt dem Kneipp-Heilbad Wilhelmshöhe ein solches Kurhaus bitter. Siehe den ausführlichen Beitrag über Goßmanns Sanatorium im Kapitel »Kurort Wilhelmshöhe«.


An der Waldwiese, 60er Jahre.
*5


Eine der historischen Hütten.*4

Ein Juniabend an der Hütte
(2004)
*3





Aus Geschichte und Gegenwart des Vereins
Auszüge aus den Jahresberichten. Auswahl durch Ingmar Willkomm unter Verwendung von Auszügen aus dem Privatarchiv Gucek.*7

1928
Nach langen Bemühungen ist es dem Verein gelungen, im Habichtswald ein Hochwaldluftbad zu erpachten. Dank für seine Arbeit hierfür gebührt dem Herrn Mittelschullehrer Weber. Das Bad ist von der Endstation der Linie 4 [heute Linie 8] Prinzenquelle in 30 Minuten bequem zu erreichen. Es ist an einem herrlichen Hang gelegen, 20.000 qm groß, von 3 Seiten vom Hochwald umgeben. Die vierte Seite bietet herrliche Aussicht. Möge es allen Mitgliedern zur Erholung gereichen.
  Der Verein ist auch der in Kassel bestehenden Arbeitsgemeinschaft der Lebensreform unter Leitung des Herrn Dr. Völler beigetreten. Durch die Zusammenarbeit der Vereine soll die naturgemäße Lebens- und Heilweise wieder mehr in den Vordergrund der Bewegung treten und den an die Behörden zu stellen
den Anforderungen durch die größere Zahl der Mitglieder mehr Nachdruck verliehen werden.

1929
Das [Weltwirtschaftskrisen-]Jahr 1929 hat nicht allein im Wirtschafts-, sondern auch im Vereinsleben ungeheure Anforderungen gestellt. Eine Besserung der Verhältnisse dürfte in absehbarer Zeit nicht zu erwarten sein.

1930
Unser Hochwaldluftbad oberhalb der Prinzenquelle bringen wir während der heißen Jahreszeit in empfehlende Erinnerung.

1931
»Ein Weg aus der Not heraus«, Vortrag am 17. März, 20.00 Uhr, Wolfsschlucht 23, von Herrn Kleim. »Im Anschluß daran soll gezeigt werden, wie es sich auch heute für den weniger Bemittelten ermöglichen läßt, einige Wochen in der Stille des Waldes bei mäßigen Ansprüchen Erholung zu finden.«
  Wir bringen unsere Luftbäder zur Erholung und Nervenstärkung in empfehlende Erinnerung:
1. Hochwald-Luftbad (über der Hessenschanze, Prinzenquelle)
2. Damen- und Herren-Luftbad Schrebergarten Süd (Frankfurter Straße 120)
3. Damen- und Herren-Luftbad Schrebergarten Süd (gleich hinter der Stadthalle)
4. Damen- und Herren-Luftbad Schrebergarten Ost (Schwanenwiese)
5. Damen- und Herren-Luftbad Schrebergarten Nord (Möncheberg)
  In den weitaus meisten Garten-Anlagen der Naturheilvereine sind zu einer Einheit zusammengeschlossen: Spielplätze, Luftbäder, Vereinshäuser und die Familiengärten! Deshalb bilden diese Anlagen Erholungs- und Heimstätten, in denen die Familien mit ihren Kindern alle Faktoren des Freiluftlebens sowie die erzieherischen Wirkungen des Gartens und Spielplatzes im Sinne Schrebers vereinigt finden!
  Ausflügler machen wir darauf aufmerksam, daß der Elfbuchenwirt, Herr Fischer, ein langjähriges Mitglied unseres Vereins ist. Beim Besuch weise man auf die Mitgliedschaft des Vereins hin, da Herr Fischer unseren Mitgliedern in weitestgehender Weise entgegenkommen wird.


1932
Was bietet der Naturheilverein Kassel seinen Mitgliedern? Unentgeltliche Benutzung der Vereinsbücherei, belehrende Vorträge, Unterrichtskurse, Benutzung der 2 Damen- und Herrenbäder Tannenkuppe, Frankfurter Straße 120 sowie des Luftwaldhochbades (Waldwiese im Habichtswald).
  Das Hochwald-Luftbad im Habichtswald war recht gut besucht. Eine große Anzahl Mitglieder war fast sonntäglich mit ihrer Familie vertreten und fand nach der Woche getaner Arbeit Ruhe und Erholung. Der langersehnte Brunnen ist im Hochsommer zur Vollendung gekommen.

1933
Das vielbegehrte und vielgenannte Hochwaldluftbad im Habichtswald ist die Stätte einer wahren Völkerwanderung geworden. Mit Mann und Frau, mit Alt und Jung, mit Groß und Klein sieht man, wie Wochentags und Sonntags unser Hochwaldluftbad das Ziel einer Völkerwanderung geworden ist. Durch die Tatkraft und die Selbsthilfe einer großen Anzahl Mitglieder ist im vorigen Sommer daselbst ein großes Badebassin entstanden, und ist so Gelegenheit geschaffen, den Luftbadlern gleichzeitig ein nasses Bad zu verabfolgen.


* * *

Im Herbst 2004 hatten zwei Mitglieder unseres Vereins die Gelegenheit, mit Frau Rosa Haus, Jahrgang 1928, ein Interview zu führen. Frau Haus war und ist zeitlebens Mitglied des Naturheilvereins Kassel und verbrachte ihre Kindheits- und Jugendjahre auf der Waldwiese.
Frau Haus war als Holoritkartenlocherin (ein Vorläufer der modernen Datenverarbeitung) unter anderem bei den Junkerswerken in Kassel beschäftigt. Sie erlebte die Bombennächte in Kassel als junges Mädchen. Die Familie Haus wohnte in der Altstadt Kassels, in der Marktgasse, und Ihre Eltern hatten das Glück, vom Naturheilverein Kassel eine kleine Parzelle hoch oben im Habichtswald pachten zu können. Sie gehörten somit zur Gründer-Generation unserer kleinen Waldhüttensiedlung auf den Hühnerbergwiesen.

Frau Haus, wie muß man sich das Leben auf der Hühnerbergwiese in den 40er und 50er Jahren vorstellen?
Es war ein sehr einfaches und bescheidenes Leben, wir hatten ja so gut wie kein Geld. Wir waren ja auch alle irgendwie Naturanhänger und wollten uns von der Stadt erholen. Es war sicher mit die schönste und glücklichste Zeit meines Lebens. In den Urlaub fahren, wie heute üblich, konnten wir ja nicht, meine Eltern hatten weder ein Auto noch Geld dafür. Aber wir hatten ja die kleine Hütte im Habichtswald. Wir verbrachten stets unsere gesamten Sommerferien dort oben und überhaupt jede freie Zeit die sich bot. Viele Vereinsmitglieder waren zwei oder drei Monate am Stück dort im Wald. Auch bei uns war es so, daß, wenn der Urlaub meines Vaters zu Ende war, meine Geschwister, ich und meine Mutter weiter dort blieben, Vater mit dem Fahrrad in die Stadt zur Arbeit fuhr und abends wieder zu uns hoch kam. Ach, es war eine schöne Zeit.

Wie verpflegte man sich denn über einen solch langen Zeitraum im Wald?
Das war gar kein Problem. Einen sehr großen Teil deckte ja schon der Wald und die Wiese. Damals gab es noch überall Heidelbeeren im Wald, die sind inzwischen, glaub ich, fast völlig verschwunden; im Herbst all die Pilze, und auf der Wiese wuchs unser Salat: Es gab Brennesselgemüse, Sauerampfer und Löwenzahn und Salat aus Giersch. Außerdem gab es in der Eschebergstraße einen kleinen Lebensmittel-Laden. Der Besitzer kam zwei- bis dreimal die Woche mit seinem Fahrrad mit Anhänger zu uns und versorgte uns auf Bestellung mit dem Nötigen. Auch hatten wir ja die Kühe von dem Bauern aus Harleshausen auf der Wiese, es gab also auch Milch und der Bauer brachte uns immer Eier mit. Somit waren wir eigentlich immer rundum bestens versorgt.

Was machte man denn so den ganzen Tag auf der Waldwiese, wurde das nicht langweilig?
Wo denken Sie hin? Es gab immer was zu tun, und es war eine große Gemeinschaft unter den Mitgliedern da. Man lud sich oft gegenseitig ein, Montags war Waschtag, die Wiese war dann eine große Bleiche, die Männer hatten immer an den Hütten oder am Becken zu tun, man machte weite Wanderungen oder einen kurzen Abstecher zu den Elfbuchen; der Wirt Conrad Fischer war auch Mitglied im Naturheilverein, und es gab Vergünstigungen bei ihm. Oder man ging runter zum Blauen See, Angeln oder Schwimmen. Der Blaue See war ja damals eine öffentliche Badeanstalt und kostete Eintritt. Frühmorgens wurde immer Tau getreten auf der Wiese, das war erfrischend! Auch gab es auf unserer unteren Wiese, unterhalb der Stelle, wo jetzt die Kneipp-Tretanlage steht, einen richtigen kleinen Sportplatz, wo die Kinder und Männer Handball oder Völkerball spielten.

Sie erwähnten gerade auch das Schwimmbassin. Wann wurde dies eigentlich gebaut?
Das kann ich nicht mehr genau sagen, aber es war ganz sicher schon vor dem Krieg da.

Gab es denn da nie Probleme mit dem Forst oder anderen Behörden?
Davon weiß ich nichts. Zu den Förstern hatten wir immer besten Kontakt, wir zahlten unsere Pacht und hatten somit keine Probleme. Zumindest nicht solche, wie Sie sie jetzt haben. Es gab sogar in den 50er Jahren eine große Hütte auf der oberen Waldwiese, hinter der alten Hütte Ludolph noch, Herr Musch hatte sie gebaut. Muschs waren im Krieg ausgebombt und hatten wohl eine Sondergenehmigung, bis sie wieder in der Stadt einen Wohnraum hatten. Diese Hütte hatte drei Zimmer, und es wurde eine Stromleitung vom Blauen See hochgelegt. Als die Hütte Ende der 50er wieder abgerissen werden mußte, kam das Angebot von der Stadt, ob wir denn den Strom nicht behalten wollten, wo er doch schon mal dort läge. Wir aber wollten keinen Strom, wir wollten unsere schönen Petroleumlampen behalten, das war doch viel gemütlicher. Ach, übrigens, wir bekamen sogar in der Urlaubszeit die Post regelmäßig dort hoch, man konnte die Post zu seinem Urlaubsort umbestellen, und der war ja nun mal die Hühnerbergwiese.

Hatten Sie denn nie Angst als Kind dort im Wald, gab es nicht auch Einbrüche oder ähnliches?
Nein - niemals. Wir sind ja quasi dort großgeworden, es war ganz natürlich, mit dem Tagesrhythmus zu leben. Geschlafen haben übrigens wir vier Kinder auf dem kleinen Spitzboden der Hütte, unten schliefen die Eltern. Richtig eingebrochen wurde, glaub ich, nur einmal, es nistete sich einmal in einer Hütte ein Obdachloser für ein paar Tage ein. Es gab immer viele Spielkameraden auf der Waldwiese, ach es war eine herrliche Zeit.


Frau Haus ist offenbar eine der drei letzten Zeitzeuginnen aus der Gründergeneration der Waldwiese; wir versprechen ihr, sie im Sommer einmal auf die Waldwiese zu bringen.

* * *

2002 [Text von Ingmar Willkomm]
Neues vom Verein »Luftbad Waldwiese e.V.«/ Naturheilverein Kassel 1891 e.V.
  Wieder steht die dem Luftbad zugehörige Wiese in voller Blüte. Die Bäume haben ihr Laub entfaltet, die Vögel singen, daß es eine wahre Pracht ist. Wanderer kehren ein bei Mutter Natur, Kinder und Eltern erfreuen sich gleichermaßen an der Wassertretstelle und dem kleinen Schwimmbassin. Mancher hat schon darin schwimmen gelernt, andere haben den Jungborn immer schon als einen Quell der Gesundheit auserkoren.
  Das Luftbad in seiner verwunschenen, stillen Umgebung läßt Assoziationen an die Märchen der Brüder Grimm wach werden. Es beflügelt die Phantasie, den Geist, die Seele.
  Wer wollte hier nicht zeichnen, malen, der Musik des Windes und des Waldes lauschen, seinen Gedanken freien Lauf lassen. Mancher fangt an zu singen, und dieser Gesang setzt sich fort im Echo des Waldes und im Gemurmel des nahen Baches ...
  Das Luftbad erfreut sich auch dieses Jahr des Wohlwollens vieler Gäste. Keiner, dem die Natur und die freundliche Anlage nicht gut tut, dem es dort nicht gefiele.
  Inzwischen ist der Handlauf zwischen der oberen und unteren Waldwiese erneuert, sodaß auch ältere Gäste ohne Probleme den »Märchenpfad« zwischen der »unteren« und »oberen Waldwiese« nutzen können.
  Alle Schuppen sind repariert. Das Schwimmbassin bekommt eine neue Umrandung.
  Jetzt fehlt noch ein Hinweis auf die Heimat der sozial- und kulturhistorisch bedeutsamen und in der gesamten Bundesrepublik einzigartigen und wertvollen Anlage.
  Anlagen der Naturheilbewegung gab es bis weit in die Weimarer Republik in allen Landesteilen.
Ursprünglich entstand die Bewegung schon ca. 1830 in Sachsen und fand bald Ableger auch in Berlin, im heutigen Landesgebiet von Thüringen, Niedersachsen, Hessen und vielen anderen Landeseinheiten - bis ins europäische Ausland und in Übersee.
  So auch 1891 in Kassel, wo vor allem der Kasseler Naturheilarzt Heinrich Goßmann den Naturheilverein Kassel 1891 e.V. gründete. Dies kam vor allem den Arbeitern und ihren Kindern in der Kasseler Altstadt zugute, die damals in kleinen, feuchten Wohnungen ohne Licht und Bad leben mußten. »Aus grauer Städte Mauern zieh’n wir in Wald und Feld ...« - dieses Ziel, diese Sehnsucht nach einem Leben in und mit der Natur des Wandervogels, der Naturheilbewegung, der Reformbewegung wurde schließlich in Kassel 1928 mit Hilfe der damaligen Landesregierung und des Forstes umgesetzt.
  Henschel-Arbeiter, aber auch libertäre bürgerliche Freigeister bis hin zur Professorenschaft gehörten zu den Gründern des Luftbades Waldwiese. Seitdem erfreuen sich Alt und Jung auf der Waldwiese an den Segnungen der Natur.
  Auch die Pflanzenwelt profitiert von dieser Symbiose. Dank der sanften und unentgeltlichen 70-jährigen Pflege durch den Naturheilverein und in dessen Nachfolge des »Luftbad Waldwiese e.V.« wachsen dort heute seltene Pflanzenarten wie der Teufelsabbiß und das gefleckte Knabenkraut, eine Orchideenart.
  Viele Bürger sind indes immer noch besorgt um den Bestand der wertvollen Anlage, denn ein Vertrag mit der jetzigen Forstverwaltung steht noch aus. Die vielen Nutzer und Befürworter der schönen Anlage erwarten einen positiven und kreativen Umgang der noch mit der endgültigen Legalisierung befaßten Behörden. Denn: Minister Dietzel hat bereits entschieden. Die politische Entscheidung für den Gesamterhalt des wertvollen Ensembles ist schon im August 2002 gefallen.
  Damit die einzigartige Anlage als Gesamtensemble der heutigen Öffentlichkeit und der Nachfolgegeneration dauerhaft erhalten bleiben kann.
  Denn: die Anlage schadet keinem und nutzt allen.


Ingmar Willkomm ist seit 1986 Mitglied des Naturheilvereins Kassel 1891 e.V. und mittlerweile eines der ältesten Mitglieder des Luftbades Waldwiese. Seit dem Jahr 2000 setzt er sich - erst als Sprecher der Hütteneigner und dann für einige Zeit als 1.Vorsitzender des Vereins Luftbad Waldwiese - für den Gesamterhalt des Luftbades Waldwiese ein. Aus der Dokumentation für den »Naturheilverein Kassel 1891 e.V.« und der späteren Petition erwuchs eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit u.a. unter Einbeziehung der Parteien des Kasseler Stadtparlaments und des Petitionsausschusses des Hessischen Landtages, in deren Verlauf viele Persönlichkeiten zum Gesamterhalt des Luftbades beitrugen.


* * *

(Aus dem Beitrag im (k)-Magazin. Foto: Friedrich Forssman)

2004: In der September-Ausgabe des Kasseler Kulturmagazins (k) erscheint ein langer Beitrag von Sascha Winter, in dem er die Geschichte und Bedeutung des Luftbades umreißt wird und für den Gesamterhalt plädiert. Hier klicken, damit sich das PDF in einem neuen Fenster öffnet.

  (Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)
Inhalt der Erhaltungs- und Gestaltungssatzung:

Zur Gesamtanlage
1. Bäume
2. Hecken
3. Wiese und Rasen
4. Bachläufe
5. Quellrohre
6. Kneipp-Becken
7. Betonflächen, Neubauten
8. Farben
9. Dachneigung
10. Verschalung
11. Anbauten
12. Fenster und Türen
13. Brandstätten
14. Dachrinnen
15. Pflanzen, Dekorationen
16. Außenmöblierung
17. Innengestaltung

Erhaltungs- und Gestaltungssatzung des Vereins Luftbad Waldwiese e. V. sowie Regeln für die Hüttenbesitzer und -nutzer
(Entwurf, Stand 12/2004; Hinweise zur Verbesserung und Ergänzung werden stets gerne entgegengenommen)

Zur Gesamtanlage
Grundsätzlich ist mit der Gesamtanlage und ihrem überkommenen  Gesamteindruck behutsam umzugehen. Der Verein und seine Mitglieder sind sich der historischen Bedeutung dieses Kulturdenkmals bewußt.
 
1. Bäume
Das Entfernen von Bäumen, Büschen und anderen Pflanzen ist in jedem Fall zuvor mit dem Vorstand abzustimmen. Bäume und Hecken (Büsche) dienen dem Sichtschutz für die vorbildliche Eingrünung der Bauwerke (Hütten mit Schuppen) und vermitteln gegenüber dem öffentlichen Raum (untere und obere Waldwiese) eine gewisse Privatheit. Sie dürfen somit  über einen normalen Rückschnitt zur Pflege hinaus nicht beschädigt werden. Falls eine zu starke Beschattung einer Parzelle eintritt, wird dies im Einzelfall geprüft und der entsprechende Rückschnitt behutsam und sorgfältig geplant durchgeführt.
 
2. Hecken
Hecken sind auf einer Höhe zwischen 1,50 und 2,50 Metern zu halten. Diese Höhe ist ausreichend als Blende und ist praktikabel bei der Pflege. Alle Hecken müssen vom Boden bis zur Spitze geschnitten sein, damit sie dicht wachsen können. Schnittzeit zur Hainbuchenheckenpflege  ist jederzeit, außer, wegen der Brut- und Setzzeit, vom 15. März bis  Ende August. Das Einschneiden von Sichtfenstern, neuen Eingängen in die Hecken etc. (s. Abs. 1) bedarf in jedem Fall der Zustimmung des Vorstandes. Geplante Änderungen müssen mit dem Gesamtbild der Anlage korrespondieren.

3. Wiese und Rasen
Beide Wiesen mit ihren seltenen Kräutern und Wildpflanzen sind pfleglich zu behandeln. Mit dem Rasenmäher sollte lediglich ein Durchgang geschaffen werden. Der Rest der Wiese (auf der unteren Waldwiese bis zum Bachlauf) ist mit der Sense zu mähen.

4. Bachläufe
Die Bachläufe sind so zu halten, daß das Wasser zügig durchfließen  kann. Dies bedeutet, dass der Bachlauf mehrmals im Jahr, besonders jedoch im Frühjahr, gereinigt werden muss.
 
5. Quellrohre
Quellrohre müssen unterirdisch verlegt und zur Wassernutzung ständig gereinigt sein. Der Filter zum Becken für Ganzkörperanwendungen ist einmal im Monat zu reinigen.

6. Becken für Ganzkörperanwendungen
Das Becken ist in einem sauberen und gebrauchsfähigen  Zustand zu halten. Die Beckenfarbe soll der natürlichen Umgebung optisch angepasst sein, z. B. grün, grau oder auch blau.  
 
7. Betonflächen und Neubauten
Neu angelegte Betonflächen und Neubauten sind von der Forstverwaltung, der Stadt Kassel und dem Verein nicht erwünscht und somit unzulässig.
 
8. Farben
Auf dem Luftbad (Hütten und Schuppen) sollten nur naturnahe Farben verwendet werden  wie z. B. moosgrün, dunkelgrün, dunkelbraun usw. Auch in der Vergangenheit andersfarbig gestrichene Hüttenteile sind - nach Aufforderung des Vorstandes - binnen sechs Monaten in o. g. Farbtöne umzustreichen.
 
9. Dachneigung
Die ursprüngliche Dachneigung ist beizubehalten. Dächer sind wie in der Entstehungszeit der Anlage mit Dachpappe zu decken und abzudichten. Evtl. vorhandene Kunststoff-, Folien- oder Eternitabdeckungen sollen binnen zwei Jahren durch Holzeindeckung mit Dachpappe ersetzt werden.
 
10. Verschalungen
Die ursprünglichen Verschalungsarten der Hütten ist beizubehalten.
 
11. Anbauten
Anbauten sind auch bei Reparaturen möglichst originalgetreu  weiterzuführen. Wesentliche Veränderungen sind zu vermeiden. Großflächige Reparaturen und Umbauten erfordern die Zustimmung des Vorstandes. Bei großflächiger Reparatur sind die noch brauchbaren Teile des Gebäudes bzw. noch intakte alte Materialien wieder zu verwenden.
 
12. Fenster und Türen
Lage und Größe von Fenstern und Türen sind beizubehalten. Neue Fenster o. ä. bedürfen der Absprache und Genehmigung durch den Vorstand.
 
13. Brandstätten
Ofenrohre und -hütchen (Funkenfänger) sind in einem guten Zustand zu halten.  
 
14. Dachrinnen
Dachrinnen sind in Zukunft in Metallausführung zu halten oder aus Holz zu fertigen (z. B.  zu einer Rinne genagelte Bretter mit evtl. Dachpappeneinlage). Kunststoffdachrinnen sollen binnen zwei Jahren durch diese Materialien ersetzt werden.
 
15. Pflanzen und Dekorationen
Neuanpflanzungen sind, wenn überhaupt, nur in geringer Zahl zu dulden. Es sind nur waldnahe Pflanzen gestattet, d.h. Pflanzen, die im heimischen Wald auch vorkommen. Ferner ist jegliche Art von Dekoration zu vermeiden. Auch hier ist der Vorstand Ansprechpartner.
 
16. Gegenstände auf den Parzellen
Außerhalb der jeweiligen Hütte sind eine Sitzbank oder Gartenstühle erlaubt, keinesfalls modern oder aus Kunststoff, sondern aus Holz und Metall, in möglichst schlichter Ausführung. Auch ein Hauklotz oder Sägebock ist gestattet.
 
17. Innengestaltung
Es ist jedem Mitglied selbst überlassen, wie es seine Hütte einrichtet, jedoch sollte auch innerhalb der Hütte auf Materialien verzichtet werden, die es Ende der 20er Jahre noch nicht gab (z. B. Deckenverkleidungen aus Styroporplatten, Mineralwollmatten, Rigipsplatten usw.)

  (Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)
Anmerkung zu Zeile 2:
Prof. Ehringhaus: Mitbegründer des Luftbades, liebenswürdiges Original und Naturfreund.

Bilder aus dem Habichtswald:


*4


*4


*4


*4

Die Waldwiese

Ach - wie war es früher schön,
  als noch Ehringhaus zu seh’n.
Gleich dem Gandhi - knochig, alt,
  der Professor aß im Wald.
Pellkartoffeln war’n die Speise -
  lebte dort auf seine Weise.
Krautersäckchen, weiches Moos,
  legt’ er gern auf seinen Schoß.
An den Rippen und beim Schälen
  lernten Kinder früh das Zählen.

Eine Quelle, eine gute,
  sucht’ ein Mann mit Wünschelrute.
Kinder habens gleich erspäht -
  schauen, wie er’s machen tät.
Und das Wünscheln - mit Pläsir -
  ward zum Lebenselixier.

Feuerrot war auch ein Herr -
  liebt’ die kleinen Tierlein sehr.
Wo die fleißigen Insekten laufen,
  setzt’ er sich in ihre Haufen.
Zwickt’s und zwackt’s ihn grad vorher
  plagt’ ihn dann kein Rheuma mehr.

Einen 80jähr’gen Mann
  tat’s gelüsten dann und wann -
Stieg er in die Regentonne -
  Oh Du Wasser - welche Wonne!

All’ die Kinder und die Alten
  taten hier zusammenhalten:
Licht, Luft und Sonne war das Band
  wo jeder seine Freude fand.

Ja - vergangen sind die Zeiten
  wir an den Alten uns erfreuten.
Bang schreit der Kauz durchs Waldrevier
  und selten ist der Waschbär hier.

Die Wiese mäht kein Sensenmann -
  Motorlärm brummt dann und wann.
Es fahren Autos dort am Weg
  mit Sonderrecht und Privileg.

Und dennoch schön steh’n Birk’ und Eichen -
  sie werden hier nicht weichen.
O Mensch - besinne Dich beizeiten -
  daß Dich Natur tät wieder leiten.


Ingmar Willkomm.*1

  (Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)
Der nebenstehende Brief ist Bestandteil der Vereins-Dokumentation.*1
Hervorhebungen vom Autor der Website.

Zu Heinrich Goßmann und dem Luftbad gibt es einen Beitrag von Wolfgang Hermsdorff, den HNA-»Blick zurück« Nr. 695.
Hier klicken
für ein großes Bild mit dem ganzen Text »Leben und Heilen auf natürliche Weise – Naturheilverein Kassel 85 Jahre alte – Initiatior Goßmann heute noch Vorbild – Schrebergärten mit Luftbad« vom 21.08.1976.

Das Kulturinstituts Mathildenhöhe in Darmstadt setzt sich gegenüber dem Hessischen Landtag für das Luftbad Waldwiese ein:

Kulturinstitute der Stadt Darmstadt
Städtische Kunstsammlungen
Städtische Museen
Ausstellungen
Olbrichweg 13
D-64287 Darmstadt

Petition Nr.05048/15 - I 4.2 -

Darmstadt, den 14. Juni 2002

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

zu der obengenannten Petition möchten wir folgende Stellungnahme abgeben: Unseres Erachtens ist das »Luftbad Waldwiese« im gesamten Umfang unbedingt erhaltungswürdig. Die Anlage steht in der direkten Tradition Heinrich Goßmanns, eines bedeutenden Vertreters der Naturheilkunde in Deutschland, und ist von hohem kulturhistorischen Wert.
  Diese Bedeutung wird durch die große Ausstellung »die Lebensreform« unterstrichen, die vor kurzem in unserem Haus stattfand. Zur Ausstellung ist ein Katalog mit zahlreichen Fachbeiträgen erschienen, der den Stellenwert der Lebensreformbewegung und damit auch der Naturheilvereine sehr deutlich vor Augen führt. [...]

Mit freundlichen Grüßen

Dr Renate Ulmer  Dr. Kai Buchholz
Oberkustodin     Wissenschaftlicher
                 Mitarbeiter

  (Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)
Der nebenstehende Brief ist Bestandteil der Vereins-Dokumentation.*1
Hervorhebungen vom Autor der Website.

Zu den Autoren des Briefes:
Hildegard Sahler ist mit der Landesdenkmalpflege beim Landesdenkmalamt in Bayern betraut.
Ulrich Kleine-Hering tritt für die Denkmalpflege des Kreises Alzey ein.


Das im Text erwähnte kleine Becken für Ganzkörper-Anwendungen. Es stammt aus den 30er Jahren.
*2

Bilder aus dem Habichtswald:


*4


*4


*4


*4


*4


*4


*4

Ein Aufruf aus München an die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Kassel:

Dr. Hildegard Sahler
München

an die HNA, Kassel

München und Wonsheim, 30.03.2002

Appell an die Stadt Kassel
zur Erhaltung des Ensembles »Luftbad Waldwiese«


Bei einer Auftaktveranstaltung zur Konzeption einer »Route der Industriekultur Rhein-Main« im Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz in Mainz vor wenigen Wochen bedauerte Dr. Peter Schirmbeck (Leiter des Museums der Stadt Rüsselsheim) bei seinem Hauptvortrag unter anderem die Verluste bedeutender Industrie-Anlagen wie z.B. das ehemalige Henschelwerk in Kassel. Ist dieses auch verloren, so findet sich im Stadtgebiet noch eine kleine, aber erstaunliche »Naturheilanlage« - eine Idee, die quasi aus dem »Dunstkreis« der damaligen Großindustrie erwuchs. Sie wurde 1929 von einem tatkräftigen Verein, dem »Naturheilverein 1891 e.V.«, darunter Arbeiter der Firma Henschel, im Habichtswald »Auf den Hühnerwiesen« erstellt.
  Sie umfaßt heute noch 16 Hütten, die sich im wesentlichen am Nordrand zweier Waldwiesen, z.T. im Waldstreifen zwischen diesen, äußerst unauffällig, mal trauf- mal giebelständig locker versetzt aneinanderreihen. Jede ist für sich mit einem Vorhof zur Wiese hin malerisch in abgestufter Folge von einer traufhohen Hainbuchenhecke abgegrenzt und umhegt als ein sanfter Übergang zu den Waldwiesen.
  Die eingeschossigen Hütten mit stumpf-winkliger Dachneigung sind in Holzkonstruktion errichtet und außen ebenfalls in Holz in senkrechter Stulpschalung bzw. lamellenartiger Querverbretterung oder auch mit verlatteter Dachpappe - einem damals schon gängigen Industrieprodukt - verkleidet. Unscheinbar sind auf der unteren Wiese im Boden ein kleines Schwimmbecken - 1932 natürlich schon in Beton - und weiter unten am Bach eine Kneippanlage aus Holz für Fuß- und Armbäder angelegt - damals die Kernstücke einer Naturheilanlage. Naturnäher geht es kaum!

Niemandem Unvoreingenommenem wird dieses Ensemble als Störung der Natur erscheinen; es ist auch fast nur von Eingeweihten zu entdecken. Für einen Auswärtigen handelt es sich hier außerdem eher um ein »Waldgebiet für städtische Naherholung« denn um ein reines Naturschutzgebiet (siehe die unterhalb gelegenen Grabmalprojekte von Künstlern, Wanderparkplätze etc.).

Denkmalpflegerisch betrachtet ist von der Anlage im wesentlichen doch nur eine Hütte äußerlich durch eine klinkerartige Bitumenverkleidung und einen innerhalb ihrer Heckeneinfriedung eher städtischen Gartencharakter verändert. Im Inneren ist trotz mancher Veränderungen die ehemalige
Raumkonzeplion vielfach noch hinreichend nachvollziehbar.
Eine genauere Erforschung wäre erst noch zu leisten.

Die Kasseler »Naturheilanlage« von 1929 erscheint bisher einzigartig - in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern sind solche Anlagen bisher nicht bekannt Um so unverständlicher erscheint nach den 90- und 100-Jahr-Feiern der plötzlich drohende Abbruch eines solchen kultur- und sozialhistorisch wertvollen Ensembles, das mehr die Ziele jener »Lebensreform um 1900« verkörpert, als viele Beispiele der jüngst auf der Darmstädter Mathildenhöhe gezeigten Ausstellung. Die Anlage wurde nur nicht in die Ausstellung aufgenommen, weil diese einen früheren Zeitraum umfaßte und die Kasseler Anlage außerdem bisher fast unbekannt war.

Als die Unterzeichnenden, Frau Dr. Sahler von der Bayerischen Denkmalpflege und Herr Kleine-Hering von der Unteren Denkmalschutzbehörde Alzey-Worms in Rheinhessen, von dem drohenden Abbruch der Hütten erfuhren, haben wir Pfingsten 2001 den vor Ort anwesenden Vereinsmitgliedern dringend geraten, nochmals einen Antrag auf Unterschutzstellung als Kulturdenkmal zu beantragen und damals auch die Fotodokumentation angefertigt. Des weiteren haben wir zwischenzeitlich auch Kontakt sowohl mit dem Hessischen Landesamt für Denkmalpflege als auch mit dem Dezernat Verkehr, Umwelt, Stadtentwicklung und Bauen / Untere Denkmalschutzbehörde aufgenommen. Herr Willkomm aus Kassel erstellte die eindrucksvolle Geschichtsdokumentation. Beides liegt der Stadt Kassel und dem Hessischen Landesamt für Denkmalpflege in Wiesbaden vor. Frau Warlich-Schenk von der Unteren Denkmalschutzbehörde Kassel stellte bereits am 15. Juni 2001 einen Antrag auf Unterschutzstellung des Ensembles als Kulturdenkmal beim Hessischen Landesamt für Denkmalpflege. Leider haben wir von dessen vorläufiger negativer Bewertung erst aus der Presse diesen Monats erfahren, nachdem wichtige Gespräche mit dem Forst schon zuvor stattfanden und wesentliche Entscheidungen möglicherweise schon in Kürze gefällt werden. Bei der Stadtverordnetenversammlung am 25. Februar 2002 wurde dieser Punkt leider nicht verhandelt und es scheint fraglich, ob es in diesem Gremium überhaupt noch dazu kommt. Äußerungen seitens der Stadt Kassel in ihrem Schreiben vom 20.03.2002, man sei »mit dem (Ergebnis der Verhandlungen zwischen dem Naturheilverein und dem Forstamt Kassel - unter der Moderierung des Stadt- und Kreisverbandes der Kleingärtner) sehr einverstanden, da so ein repräsentativer Teil der Anlagen auf Dauer erhalten werden kann«, sind völlig unverständlich. Weder bleiben die Kernstücke dieser »Naturheil-Anlage«, Kneippanlage und das kleine Schwimmbecken, noch der Charakter der unteren Anlage erhalten, da hier auch die Hütten am oberen Rande entfallen. Die insgesamt ja nur sehr kleine Anlage wird nicht nur um mehr als die Hälfte ihres Wertes gemindert! Dem Vernehmen nach sollen auch die unteren Hütten dazu noch je um einen Teil reduziert werden. Es bleibt zudem fraglich, ob eine verminderte Zahl an Hüttennutzern überhaupt noch eine solche Anlage weiter erhalten und pflegen könnte. Ein Kleingärtnerverein und das Forstamt sind wohl auch nicht kompetent zur Beurteilung der Bedeutung einer so seltenen Anlage. Die Denkmalpflege wäre am ehesten in der Lage, ein rechtliches Instrumentarium und eine fachkompetente Beratung zur Erhaltung einer solchen Anlage auf Dauer zu gewährleisten.

Wir möchten daher auf diesem Wege nochmals entschieden für den vollständigen Erhalt der Hüttenanlage und letztendlich auch für ihre Unterschutzstellung als Ensemble (»Gesamtanlage«) plädieren und eine unabhängige Begutachtung des Luftbades Waldwiese vorschlagen, bevor hier voreilig falsche Weichenstellungen vorgenommen werden.

Eine Erhaltung der Gesamtanlage halten wir im Interesse der Öffentlichkeit in jedem Fall für geboten. Wir appellieren an die Stadt Kassel, Verantwortung zum Schutz ihrer Kulturgüter zu übernehmen.

Dr. Hildegard Sahler, München
Ulrich Kleine-Hering, Wonsheim/Rheinhessen

  (Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)
Der nebenstehende Brief ist Bestandteil der Vereins-Dokumentation.*1

Hervorhebungen vom Autor der Website.

Ein Gutachten zum Luftbad Waldwiese von der Universität Kaiserslautern:

Universität Kaiserslautern
Fachbereich Architektur, Raum- und Umweltplanung, Bauingenieurwesen
Prof. Dr.-Ing. habil. Hartmut Hofrichter
Lehr- und Forschungsgebiet:
Baugeschichte / Geschichte des Städtebaues / Denkmalpflege

Herrn Völler (SPD-Fraktion)
Fachsprecher Umwelt
Kassel

10.05.2002

Sehr geehrter Herr Völler,

nachdem der Unterzeichner bisher lediglich über Zeitungsartikel und Kopien von Schreiben der Erhaltungsbefürworter und -gegner des Luftbades Waldwiese über dieses informiert war, hat er, um sich ein konkreteres Bild der Situation machen zu können, eine Ortsbegehung durchgeführt, die folgende, für Ihre Sachentscheidung möglicherweise wichtige Feststellungen ergab:

1. Es handelt sich bei der Gesamtanlage um eine gezielt in die Natur eingebundene Gruppierung von Hütten, deren Wirkung eine räumliche und auf zwei bzw. drei Lichtungen bezogene von im Lageplan etwa T-förmiger Anordnung ist. Das ehemalige Gemeinschaftshaus lag im Gelenk dieser Gruppierung.
  Die Beseitigung der oberen sowie der im Querriegel angeordneten Hütten würde nicht nur die Größe der Gesamtanlage erheblich reduzieren, sondern auch die bei der ursprünglichen Konzeption durch die naturräumliche Einbindung beabsichtigte Raumwirkung zugunsten einer dann nur noch linearen Anordnung abwerten.

2. Es wurde behauptet, daß die oberen Hütten zeitlich deutlich später als die unteren entstanden seien und einen anderen baulichen Charakter aufwiesen. Diese Behauptung entspricht nicht den Tatsachen, sondern erklärt sich durch offensichtlich nachträgliche Veränderungen an den dortigen Hütten, insbesondere ihrer teilweisen Neuverkleidung mit Dachpappe (der alte Konstruktionskern und -aufbau ist i.d.R. noch vorhanden).
  Da bei den oberen Hütten der Bachlauf in den zugehörigen Grundstücksbereich überwiegend direkt einbezogen wurde, erhält dieser Teil der Anlage einen anderen Charakter als der untere, was wiederum als ein Argument für den Erhalt des Ganzen und der Vielgestaltigkeit im Ganzen anzuführen ist.

3. Mehrere im Bereich der oberen Hütten konstruktiv gefährdete separate Holzschuppen, an deren Erscheinungsbild Kritik geübt wurde, lassen sich mühelos wiederherstellen (was sicher leichter fällt, wenn langfristigere Erhaltungsperspektiven für die Haupthütten dieses Bereichs bestehen würden).

4. Nachträgliche bauliche Veränderungen und Zubauten, die das Erscheinungsbild der Anlage beeinträchtigen, sind reversibel. Ein Gespräch der Forstverwaltung und der Denkmalpflege mit den Pächtern bzw. deren Sprechern, dem eine wenigstens skizzenhafte Bestandsaufnahme zugrunde liegen sollte, könnte hier zu einer Abklärung von Maßnahmen im Sinne eines allseitigen Interesses und der noch deutlicheren Herausarbeitung der ursprünglichen Ziele des Luftbades führen. Diese Vereinbarung könnte in eine Gestaltungssatzung münden, die allerdings kein standardisiertes Regelwerk darstellen dürfte, sondern zu berücksichtigen hätte, daß der vormalige Individualcharakter natürlicher und z.T. recycelter Baustoffe einschließlich der für die Entstehungsgeschichte wichtigen sozialen Komponente erkennbar bleibt.

5. Bei der angeblichen Abwasserleitung, die lt. HNA, SonntagsZeit Nr. l vom 28 April d.J. von einem Klohäuschen im Bach endet, handelt es sich um eine unter einer Hütte für die benachbarte hindurchgeführte Brauchwasserleitung.

6. Das auf Veranlassung der Forstverwaltung z.T. erfolgte Herunterschneiden der Buchen-hecken auf eine Höhe von 1,50 m widerspricht den Prinzipien des Luftbades von einst
und läßt die Hütten statt der undulierten Hecken am Waldesrand bzw. vor den Baumreihen allzu sehr in den Vordergrund des Lichtungssaumes treten.

7. Es handelt sich bei dem Luftbad Waldwiese, das ab 1929 entstanden ist, um ein in seiner Gesamtanlage wie in seiner originalen Bausubstanz weitgehend authentisches
Zeugnis der Naturheilkundebewegung und vielleicht das letzte und größte dieser Art auf dem Boden der BRD.
Die Tatsache, daß über vergleichbare Anlagen (bisher) keine oder fast keine Kenntnis besteht, zumal auf diesem Gebiet erst seit kürzerer Zeit geforscht wird (vgl. die hessische Landesausstellung zum Thema »Lebensreform« in Darmstadt) müßte Anlaß zu besonderer Behutsamkeit im Umgang mit ihr sein, primär aber zu einer ausführlichen Baudokumentation und zum Zurückstellen vorhandener Abbruchpläne.

Der Unterzeichner ist der Auffassung, daß es sich bei dem »Luftbad Hühnerbergwiese« um eine denkmalwürdige Sachgesamtheit im Sinne des §2 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes handelt und an seiner Erhaltung wie Pflege vor allem aus geschichtlichen (darunter sozialgeschichtlichen) Gründen ein öffentliches Interesse besteht. Hierbei ist es nicht zwingend notwendig, daß jeder einzelne Teil der Gesamtanlage kulturdenkmalwürdig ist.
  Der Unterzeichner ist bereit, diese Aussagen detaillierter zu begründen, auch, sich für eine Bestandsaufnahme und bei dieser zu engagieren.
  Die gerade in gestalterischer Hinsicht bestehenden Diskrepanzen zwischen Forstverwaltung und Erhaltungsbefürwortern (insb. dem Verein »Luftbad Waldwiese«) erscheinen nicht nur in vielen Punkten unverständlich, sondern auch überflüssig, weil zu bereinigen und im gemeinsamen Interesse für den Wald und für angemessene Umgangs- wie Erhaltungsformen nutzbar.

Mit freundlichen Grüßen
[Hofrichter]

  (Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)
Der nebenstehende Text ist Bestandteil der Vereins-Dokumentation.*1

Zur Autorin:
Frau Dr. Raehse hat mit einer Arbeit über jüngste Grünland-Veränderungen auf botanisch-ökologischer Basis in ausgewählten hessischen Mittelgebirgen promoviert. Sie hat in diesem Zusammenhang für das Hessische Landwirtschafts-Ministerium eine Begleitstudie und eine 1997 veröffentlichte Broschüre zum Hessischen Ökowiesenprogramm (heute: Hessisches Landschafts-Pflegeprogramm, kurz HeLP) erstellt.

Hervorhebungen
vom Autor der Website.

Ökologische Bedeutung des Luftbades Waldwiese

von Dr. Susanne Raehse, Kassel

Neben den aus kulturhistorischer Sicht bedeutsamen Bauten hat die angrenzende und vom Naturheilverein über Jahre hinweg gepflegte Wiese aus ökologisch-botanischer Sicht einen herausragenden Wert.
  Im Habichtswald hat lang währende extensive Weidewirtschaft - wie in anderen Waldgebieten auch - zu großflächigen Entwaldungen geführt. Nach den Aufforstungen im Zuge der preußischen Agrar- und Forstreform seit Mitte des 19. Jhds. sind auch im Habichtswald nur noch Restflächen dieses früher viel ausgedehnteren Offenlandes verblieben. Diese Restflächen, die als Zeugnisse früherer Landnutzungen gelten können, wurden zudem durch Nutzungsänderungen, vor allem durch Brache oder Intensivierung, sehr stark verändert, so daß viele Pflanzen- und Tierarten, die auf solchen Flächen früher häufig waren, heute in ihrer Existenz insgesamt gefährdet oder z.T. sogar vom Aussterben bedroht sind.
  Die besondere Situation auf der Waldwiese hat dazu geführt, daß hier Pflanzenarten durch Pflege erhalten und gefördert wurden, die überall sonst an ähnlichen Orten weitgehend verschwunden sind. Nicht allein die beiden dort vorkommenden und inzwischen auf der »Hessischen Roten Liste« notierten Orchideenarten, Sumpf-Knabenkraut und Geflecktes Knabenkraut, wurden durch extensive Wiesenwirtschaft und durch die Liebe zur Natur erhalten. Eine ganze Reihe weiterer Pflanzenarten, die sich nur bei Nutzung und geringer Nährstoffzufuhr halten können, sind hier vertreten. Als exemplarisches Beispiel sei der auf der Waldwiese vorkommende Teufelsabbiß genannt. Diese wunderschöne blaue Blume blüht erst im Hochsommer im August, verträgt weder frühen noch häufigen Schnitt, mag keine hohen Düngergaben und verschwindet andererseits bei Brache recht schnell. Nicht ohne Grund gehört der Teufelsabbiß darum zu den Arten, die durch die moderne Landbewirtschaftung, sei es durch Intensivierung oder Brache, doppelt gefährdet sind.
  Ohne die extensive Pflege durch mindestens zwei Generationen von naturbegeisterten und der Natur nahe stehenden Menschen hätte diese eine Wiese, wie die vielen anderen auch, ihren typischen Charakter eingebüßt, wäre entweder verschwunden oder zu Intensivgrünland degradiert. Sie ist ein Kleinod im Habichtswald, das es zu schützen gilt.*1

  (Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)
Der nebenstehende Text ist Bestandteil der Vereins-Dokumentation.*1

Michael von Hilchen ist als Landschaftsplaner verantwortlich für Planung und Umsetzung u.a. des Natur- und Landschafts-Schutzes im Kreis Bad Kreuznach. Die Liste der Wiesenkräuter auf der Hühnerbergwiese wurde im Jahre 2002 während eines Ferienaufenthaltes in Kassel erstellt.


Blick nach Osten über die untere Wiese, 2002.
*2

Bilder aus dem Habichtswald:


*4


*4
Wiesenkräuter auf der Hühnerbergwiese
von Michael v. Hilchen, St. Goar

Die Kürzel verweisen auf Heilpflanzen:
H = Homöopathie
V = Hausmittel / Volksheilkunde
G = Gewürzpflanze
S = Salat/Gemüse

Achillea millefolium - Schafgarbe H/V/G
Achillea ptarmica - Sumpfschafgarbe V
Aegopodium podagraria - Giersch V/S
Agrimonia eupatoria - Kleiner Odermennig H/V
Alchemilla vulgaris - Gemeiner Frauenmantel V
Alliaria petiolata - Knoblauchsrauke V/G/S
Angelica archangelica - Engelwurz H/V
Campanula patula - Wiesenglockenblume
Campanula trachetium - Nesselbl. Glockenblume
Capsella bursa-pastoris - Hirtentäschel H/A
Cardamine pratensis - Wiesenschaumkraut V/S
Centaurea jacaea - Wiesenflockenblume
Centaurea scabiosa - Skabiosenflockenblume
Circaea lutetiana - Großes Hexenkraut
Cirsium palustre - Sumpfkratzdistel
Dactylorhyza maculata - Geflecktes Knabenkraut
Daucus carota - Wilde Mohre H/A
Epilobium angustifolia - Schmalblättriges
  Weidenröschen V/S
Epilobium parviflorum - Kleinblättriges
  Weidenröschen H/S
Filipendula ulmaria - Echte Mädesüß H/V
Galium mollugo - Gemeines Labkraut
Galium palustre - Sumpflabkraut
Galium verum - Echtes Labkraut H/A
Glechoma hederacea - Gundelrebe H/A/G
Heradeum mantegazzianum - Riesenbärenklau
Heradeum sphondylium - Wiesenbärenklau V/S
Hieracium umbellatum - Doldiges Habichtskraut
Hypericum maculatum - Kantiges Johanniskraut
Hypericum perforatum - Johanniskraut H/V
Lotus uliginosus - Sumpfhornklee
Lupinus perennis - Lupine
Mentha aquatica - Wasserminze V/G
Myosotis palustris - Sumpfvergißmeinnicht
Origanum vulgare - Dost H/V/G
Plantago lanceolata - Spitzwegerich H/V
Plantago major - Breitwegerich V
Plantago media - Mittlerer Wegerich V
Potentilla erecta - Blutwurz H/V
Prunella vulgaris - Gemeine Braunelle V/S
Ranunculus acris - Scharfer Hahnenfuß H/V
Ranunculus repens - Kriechender Hahnenfuß
Rumex acetosa - Sauerampfer V/S
Sanguisorba officinalis Senecio ssp. -
  Großer Wiesenknopf H/V
Stachys palustris - Sumpfziest V
Stachys sylvatica - Waldziest V/G
Stellaria alsina - Quellstemmiere
Symphytum officinale - Beinwell H/V
Taraxacum officinale sp. - Löwenzahn H/V/G
Trifolium pratense - Rotklee V
Trifolium repens - Weißklee V
Vicia saepium - Zaunwicke
Vicia tetraspermia - Vielsamige Wicke
Wegen der Standorteigenschaften vermutlich vorhanden:
Primula veris - Wiesenschlüsselblume H/V

Anmerkungen:
• Eigentlich müßte man ab März bis Oktober etwa alle 2 Monate nachsehen, um alle Vegetations-Aspekte und damit auch alle Kräuter zu erfassen.
• Leider war im Juli die Wiese gerade gemäht, sonst wäre uns sicher noch manches
mehr aufgefallen.
• Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt / des Kreises Kassel hat vermutlich eine Biotopkartierung in der i.d.R. auch Pflanzen und Tierarten erfaßt sind; vielleicht ist auch die Hühnerbergwiese aufgrund ihrer Artenzusammensetzung kartiert worden.
• Die Gräser sind bisher noch überhaupt nicht berücksichtigt. Jedoch ist mir aufgrund des starken Cumarin-Geruchs gleich aufgefallen, daß das Ruchgras (Anthoxanthum odoratum) stark vertreten ist. Auffällig ist auch das gehäufte Auftreten der Zarten Binse (Juncus tenuis).
• Eine Auflistung der Gehölze in den Randbereichen der Wiese werde ich noch
(aus dem Gedächtnis) nach gleichem Schema wie die Krauter anfertigen.
*1
  (Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)